Die eigene Wohnung, das eigene Haus, für viele Menschen ist dies ein lange gehegter Traum, der sich doch oftmals erst nach vielen Jahren verwirklichen lässt. Doch was kann man tun, um trotz allem an eigene Wohnungen zu gelangen? Zunächst einmal lohnt es sich in jedem Fall, etwas Eigenkapital anzusparen. Denn wie jeder weiß, ist der Kauf von Wohnungen und Immobilien mit enormen Kosten verbunden, die die eigenen finanziellen Mittel in der Regel übersteigen. Genau aus diesem Grund kommt man auch kaum um die Aufnahme einer entsprechenden Finanzierung herum. Diese sollte allerdings zumindest im Groben schon stehen, bevor man sich für ein bestimmtes Objekt entscheidet. Denn grundsätzlich kann man nur Immobilien oder Wohnungen kaufen, für die man auch eine Finanzierung erhalten kann.
An erster Stelle steht also hier die Kalkulation, wie viel Haus oder Wohnung man sich leisten kann. Dafür ist es wichtig, zunächst einmal das Eigenkapital zu summieren, um sich einen ersten Überblick zu verschaffen, wie viel Geld man selbst aufbringen kann. Will man ein Haus bauen und benötigt zuerst einmal die Immobilien in Form eines Grundstücks für den Bau, so kann man auch überlegen, welche Arbeiten beim Hausbau man selbst unternehmen kann. Denn diese Eigenleistungen zählen ebenso zum Eigenkapital und vermehren dieses. Allerdings ist dabei zu beachten, dass man nur die Arbeiten selbst ausführt, die man auch wirklich kann. Hat man einen Klempner in der Familie, so kann man durch diesen die sanitären Anlagen installieren lassen, als Laie sollte man diese Aufgabe allerdings nicht angehen. Auch ist zu beachten, dass man bei den Eigenleistungen vorsichtig schätzen sollte. Mehr als zehn bis 15 Prozent werden die Banken ohnehin kaum als Eigenleistungen anerkennen.
Hat man das Eigenkapital berechnet, ist es notwendig, herauszufinden, wie hoch die monatliche Belastung durch den Kauf von Immobilien und Wohnungen ausfallen darf. Dafür ist ein Haushaltsbuch sinnvoll, denn mit Hilfe eines solchen werden alle Einnahmen des gesamten Haushalts aufgelistet und auch die Ausgaben. So sollten hier in jedem Fall Versicherungen und Vorsorgepakete fürs Alter mit eingerechnet werden, aber auch andere Kredite, die noch abgezahlt werden müssen. Nachdem man die Einnahmen und Ausgaben gegenüber gestellt hat, ergibt sich aus der Differenz die monatliche Belastung, die man tragen kann. Sinnvoll ist es, diese nochmals etwas zu kürzen, um so einen Sicherheitspuffer zu erhalten. Denn sollten einmal unvorhergesehene Kosten auftreten, etwa für die Reparatur des Autos, so muss man davon ausgehen, dass diese Kosten auch entsprechend getragen werden müssen.
Erst nach diesen Berechnungen kann man die Bank aufsuchen und nach einem Darlehen fragen. Dabei wird schnell klar, dass es sinnvoll ist, dieses nicht zu hoch zu wählen. Denn je höher das Darlehen, desto höher auch die Zinsen, die dafür zu zahlen sind. Hat man dann eine ungefähre Vorstellung davon, wie hoch das Darlehen für den Kauf von Wohnungen und Immobilien sein darf, kann man mit diesem Wert ausrechnen, wie teuer die Immobilien sein dürfen.
Und erst nach diesem Punkt kann man beginnen, nach den passenden Immobilien zu suchen. Dabei ist sicherlich die Lage entscheidend, wenn man nach passenden Wohnungen sucht. Hier ist es ratsam, sich auf Wohnungen und Immobilien zu konzentrieren, die ruhig gelegen sind, sodass auch die Kinder problemlos vor dem Haus spielen können. Des Weiteren sollten die Immobilien so gelegen sein, dass eine gute Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel gegeben ist. Das heißt, dass man hier schnell einmal einen Bus nehmen kann, wenn das eigene Auto nicht anspringen will oder ähnliches. Hat man Kinder, so ist bei der Suche nach Wohnungen ebenfalls zu berücksichtigen, ob Kindertagesstätten und Schulen in der Nähe sind, die die Kinder auch zu Fuß erreichen können. Des Weiteren sollte man insbesondere bei Wohnungen auf die Parkplätze achten. Viele Wohnungen werden automatisch mit einem Stellplatz vor dem Haus, im Hof oder in der Tiefgarage verkauft, es gibt aber auch Angebote, bei denen man auf der Straße parken muss. Sind Parkplätze hier Mangelware, so lohnt sich der Kauf dieser Wohnungen sicher kaum
Beim Kauf von Immobilien in Form von unbebauten Grundstücken ist ebenfalls einiges zu beachten. Will man ein eigenes Haus auf diesen bauen, so muss das Grundstück erschlossen sein. Das heißt, es muss an die örtlichen Telefon-, Wasser-, Abwasser und ggf. Gasleitungen angeschlossen sein. Die Erschließung ist oftmals gegeben, wenn man diese Immobilien kauft, doch sollte man sich auch kundig machen, ob die Kosten für die Erschließung noch abgerechnet werden müssen oder schon abgerechnet sind. Denn sollten die Abrechnung noch nicht erfolgt sein, so kann man durchaus davon ausgehen, dass diese noch Jahre nach der Erschließung dem neuen Eigentümer belastet wird. Des Weiteren ist auf Rechte Dritter an den Immobilien zu achten. Hierbei sind insbesondere die Wegerechte zu nennen, die oftmals zum Streitfaktor werden können. Wer sich für den Kauf bereits bestehender Immobilien entscheidet, muss ebenfalls beachten, ob lebenslange Wohnrechte für einzelne Personen vorliegen.
Bei der Finanzierung sind ebenfalls einige Fallstricke vorhanden, die den Kauf bzw. die Finanzierung der Wohnungen und Immobilien recht schwierig gestalten können. So muss man sich stets bewusst sein, dass es mit dem Kaufpreis alleine nicht getan ist. Vielmehr fallen noch zahlreiche Nebenkosten an, will man Wohnungen und Immobilien kaufen. Zu diesen Nebenkosten zählen die Gebühren für den Makler, der die Wohnungen vermittelt hat. Umgehen kann man diese nur dann, wenn man die Wohnungen direkt vom Eigentümer kauft, was aber nur selten der Fall ist. Des Weiteren fallen Kosten für den Notar an. Denn ein Kaufvertrag über Immobilien jedweder Art muss immer vom Notar aufgesetzt werden. Ebenfalls sorgt er für die Eintragung des neuen Eigentümers im Grundbuch. Doch auch diese Eintragung ist mit Gebühren verbunden, die man genauso zum Kaufpreis dazu addieren muss. Weiterhin muss beim Kauf von Immobilien die Grunderwerbssteuer bezahlt werden. Diese beträgt 3,5 Prozent vom Kaufpreis, das bedeutet, dass Immobilien, die unbebaut sind, eine geringere Grunderwerbssteuer bedingen, also bebaute Grundstücke, da diese im Kaufpreis schon deutlich höher liegen. Genauso fallen Finanzierungsnebenkosten wie etwa die Zinsen an. Außerdem müssen oft Schätzkosten vom Käufer der Wohnungen und Immobilien gezahlt werden. Die Schätzung erfolgt durch einen Sachverständigen, um den Wert der Immobilien zu ermitteln und damit für die Banken einen realistischen Beleihungswert zu errechnen.